Portierung eines Microkernel-basierten Linux auf den TriCore-Prozessor von Infineon


Übersicht:

Der TriCore-Prozessor gehört in die Gruppe der Embedded Prozessoren, d.h. sein Einsatz ist vor allem in Eingebetteten Systemen vorgesehen. Für diese Systeme gibt es einen wachsenden Bedarf an freien Betriebssystemen, speziell auch Linux.

In der Vergangenheit wurde an unserer Einrichtung bereits ein Linux Kernel auf den TriCore portiert, der höchstens "soft realtime" Anforderungen erfüllen kann. Da viele Anwendungen jedoch härtere Echtzeit-Anforderungen stellen, gibt es Bedarf an einem entsprechend Echtzeit-fähigen Linux System.

Solche Systeme bestehen in der Regel aus einem Echtzeit-(Micro-)Kernel und einem darauf aufbauenden Linux System, dass als niedrig priorisierte Applikation innerhalb dieses Kernels läuft. Beispiele fuer solche Systeme sind RTLinux und L4 Linux.

Das Ziel dieser Diplomarbeit ist die Portierung eines geeigneten Microkernels auf den TriCore und anschliessende Integration des entsprechenden Linux Systems. Dazu gehoert auch die Portierung oder Anpassung einiger Hardware-Treiber, speziell für die externen Schnittstellen (serielle, Netzwerk).

Ablauf:
  1. Untersuchung existierender Ansätze für Echtzeit-Linux mit dem Ziel der Auswahl einer geeigneten Lösung.
  2. Portierung dieser Variante auf die TriCore-Architektur.
  3. Treiberentwicklung.
  4. Integration des Linux-Systems.
  5. Ausarbeitung.


Interessenten an diesen Diplomarbeiten wenden sich bitte an:

Prof. Dr. U. Kebschull
Arbeitsbereich Technische Informatik
Raum HG 5-19
Kebschull@informatik.uni-leipzig.de
Tel. 0341 / 97-32208

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