Probeklausur zur Vorlesung

Entwurf hochintegrierter Schaltungen

17.12.2003

Aufgabe 1: (Schaltungsentwurf mit VHDL)

  1. In welchen Sichten und auf welchen Ebenen können Schaltungen in VHDL beschrieben wer­den?
  2. Welche Beschreibungsziele einer Hardwarebeschreibungssprache können mit VHDL abge­deckt werden?
  3. Aus welchen Teilen besteht eine typische VHDL-Schaltungsbeschreibung?
  4. Mit welchen Modellierungsarten sind die drei folgenden VHDL-Schaltungsbeispiele kodiert? Nennen Sie jeweils ein typisches Merkmal für diese Modellierungsart, welches Ihre Auswahl begründet!

  1. Worin unterscheiden sich Schaltungsbeschreibungen auf algorithmischer und RT-Ebene?

Aufgabe 2: (Darstellung von Schaltungen)

  1. Welche Schaltungselemente lassen sich mit den folgenden Darstellungsarten und Datenforma­ten besonders gut beschreiben. Nennen Sie auch jeweils die Darstellungsebene und die Sicht.
  2. Das folgende BDD sei gegeben:

            Wie lautet  diese Funktion in der disjunktiven Normalform?

  1. Schreiben Sie diese Funktion im ESPRESSO-Format auf.
  2. Entwickeln Sie eine Darstellung dieser Funktion im Blif-Format. Verwenden Sie ausschließlich NAND-Gatter oder Inverter.




Antworten

Aufgabe 1: (Schaltungsentwurf mit VHDL)

  1. Schaltungen können in VHDL auf Logik-, RT-, algorithmischer und Systemebene dargestellt werden
  2. Spezifikation, Simulation, Ein- und Ausgabe für Synthese, Dokumentation und Datenaustausch
  3. Entity, Architecture und Confguration
  4. I) Strukturelle Beschreibung auf Logikebene. Die Komponenten (Gatter) werden instantiiert und über das „port map“-Statement miteinander verbunden.
    II) Datenflussbeschreibung durch ein Statement. Fehlt das „process“-Statement, werden die folgenden Anweisungen parallel ausgeführt.
    III) Verhaltensbeschreibung. Die Anweisungen werden von oben nach unten abgearbeitet.

Aufgabe 2: (Darstellung von Schaltungen)

 

  1. ESPRESSO: Boolesche Funktionen, Verhalten auf Logikebene

BLIF: Boolesche Funktionen, Verhalten und Struktur auf Logikebene
KISS: Endliche Automaten, Verhalten auf Logikebene
BDD: Boolesche Funktionen, Verhalten auf Logikebene
Sequenzdiagramm: Folgen von Operationen, Verhalten auf algorithmische Ebene

  1. Die Funktion lautet
  2. .i 3
    .o 1
    .type f
    10- 1
    110 1
    .e
  3. Die Funktion lautetBLIF-Format:
    .model Probeklausur
    .inputs a b c
    .outputs y
    .names b b_not
    0 1
    .names c c_not
    0 1
    .names a b_not I
    00 1
    .names a b c_not J
    000 1
    names I J y
    00 1
    .end