Diplomarbeit: Hardwaredebugging


Jens Frauenschläger

Die Fehlersuche in Hardwaresystemen wird normalerweise in einem Simulator oder mit Hilfe eines Logikanalysators durchgeführt. Während in einem Simulator nur verhältnismäßig kleine Schaltungen behandelt werden können, gibt es bei einem Logikanalysator das Problem dass es keinen direkten Bezug zwischen den messbaren Signalen und den in der Spezifikation verwendeten Variablen gibt.

Wesentlich besser wäre hier eine Verknüpfung dieser beiden Ansätze in einem programmierbaren Gate-Array (FPGA), wobei die Schaltung selbst auf dieses Gate-Array abgebildet wird, die Beobachtung der Signale wie in einem Simulator am angeschlossenen Rechner erfolgt. Die Hardware-Voraussetzungen für einen solchen Versuchsaufbau sind am Arbeitsbereich Technische Informatik bereits geschaffen.

Das Ziel dieser Diplomarbeit ist, durch die automatische Modifikation einer Schaltung deren Synthesergebnis beobachtbar zu gestalten. Dabei müssen spezielle Bibliothekskomponenten entwickelt werden, die eine Rückverfolgung der Signale und einen Abgleich mit den ursprünglichen Signalen ermöglichen.

Die Schnittstelle zwischen Rechner und FPGA muss daher teilweise in Hardware (VHDL) und teilweise in Software entwickelt werden. Dabei findet ein automatischer Abgleich der aktuellen Werte der einzelnen Speicherglieder und Zustandsregister mit dem Quelltext über den Austausch von Belegungslisten statt.
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